“Die Sicherungsverwahrung ist eine Inhaftierung für noch nicht begangene Straftaten”

In einem lesenswerten Beitrag berichtet das Online-Magazin chrismon über die Praxis der Sicherungsverwahrung: Für immer eingesperrt (chrismon.de, 04/2010)

Schon 1998 hatte der Bundestag die ­Gesetze verändert. Bis dahin endete die ­Sicherungsverwahrung nach spätestens zehn Jahren – nun kann sie ein Leben lang dauern. Seit 1998 gab es fast jährlich weitere Änderungen. Häufig folgten sie auf grauenhafte Morde an Kindern, die durch Boulevardmedien bundesweit bekannt wurden, mit Namen und Foto – Peggy, ­Pascal, Tom, Carolin, Levke. Früher kam die Sicherungsverwahrung meistens erst infrage, wenn jemand schon zweimal verurteilt worden war und rückfällig wurde. Heute kann auch jemand, der wegen einer einzigen Tat vor Gericht steht, nach Verbüßung der Strafe in der Sicherungsverwahrung landen; in solchen Fällen kann die Verwahrung nachträglich angeordnet werden ...

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