Arbeitsrecht – Gehaltskürzung bei Krankheit?

Dass im Fall der Arbeitsunfähigkeit wegen Krankheit die Entgeltfortzahlung nicht gekürzt werden kann, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Wie verhält es sich aber mit Gratifikationen? Können diese gekürzt werden? Hierzu ein aktueller Fall:

Arbeitnehmer H bezieht bei der D-GmbH neben einem Festgehalt eine Gratifikation, die vom Erfolg des Unternehmens abhängig ist und letztes Jahr ein Monatsgehalt betragen hat. Hierbei gilt, dass für jeden Tag, den H arbeitsunfähig krank ist, die Gratifikation in Höhe des pro Arbeitstag vom Mitarbeiter erlangten Lohns gekürzt wird. Dies ist entsprechend in den Arbeitsverträgen geregelt. H meint, diese Praxis sei ungerecht, da er ja schließlich für seine Krankheit, für die er nicht könne, „bestraft“ werde.

Hat der Arbeitnehmer Recht, d.h. kann er seinen vollen Gratifikationsanspruch durchsetzen?

Lösung: Grundsätzlich ja, krankheitsbedingte Fehlzeiten können sich durchaus anspruchsmindernd auswirken. Hierbei sind dem Arbeitgeber jedoch enge Grenzen gesetzt ...

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