Keine Neuheiten für den Mieter zur Verbesserung des Trittschalls

Gestern musste ich auf einer langen Autofahrt wieder einmal die Berichterstattung über mietrechtliche Entscheidungen des BGH ertragen. Mit Interviews von Vertretern der Verbände, die sich je nach Standpunkt positiv bzw. negativ äußerten, wurde berichtet, der Mieter habe auch noch Jahrzehnte nach Beginn des Mietvertrages einen Anspruch auf Verbesserung des Trittschalls. Heute ist auf der Homepage des WDR (www.wdr.de/radio/wdr2/rhein_und_weser/547693.phtml) immer noch nachzulesen:

"Muss ein Mieter laute Tritte von seinem Nachbarn über ihm ertragen? Nein! Der Vermieter ist verpflichtet, für eine Lärm- und Schalldämmung zu sorgen - so hat der Bundesgerichtshof entschieden."

In der Entscheidung, von der berichtet wurde und die bisher nur als Presseerklärung vorliegt ( http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&Datum=Aktuell&Sort=12288&anz=607&pos=11&nr=50932&linked=pm&Blank=1) klagte eine seit 1959 im Hause wohnende Mieterin auf Verbesserung des Schallschutzes und bekam Recht. Maßgeblicher Gesichtspunkt war aber, dass der Vermieter in 1990 die über der Mieterin befindliche Dachgeschosswohnung erstmals ausgebaut hatte (was man nicht aus der Presseerklärung erfuhr, sondern aus dem Radiobericht) ...

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