Kommen lassen zum Gehenlassen

Ich hatte im Urlaub eine Vision. Das wäre doch wirklich mal bequem: ich sitze gemütlich beim Kaffee auf der Terrasse und schreibe ein Postkärtchen. Was fehlt, ist nur noch die Briefmarke.

So ein Mist, keine griffbereit. Wer nimmt auch schon Briefmarken von zuhause mit ? Also zur Post. Aber: das Auto steht in der Tiefgarage, Fahrrad gefahren bin ich heute schon einmal mit der Familie (man soll nichts übertreiben) und zu Fuß jetzt nochmal lostraben ? Uncool.

Aber in meiner Vision gab es eine Rettung: einfach auf die Website der Post oder per Handy eine Nummer wählen und stattdessen einen Code abholen und auf den Brief schreiben, da, wo sonst die Marke hingehört.

So easy. So cool. Abrufen, bringen lassen, Service genießen—on demand eben. Pizza, Filme, Sonntags-Zeitung, Putzhilfe, PC-Notdienst, Banking, Bücher usw.—wer sich heute noch aus dem Haus begibt, ist doch eigentlich blöd.

In meiner Vision blieb ich also gemütlich sitzen, trank meinen Kaffee weiter und legte die Postkarte absendebereit zur Seite.

Ich bestellte dann abends noch ein paar Snacks in die Ferienwohnung und orderte einen Film. Am nächsten Morgen bestellte ich Brötchen, Zeitung und eine Fitnesstrainerin und so ging der Tag weiter. Das Bett hab ich natürlich nicht verlassen ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK