Volle Beweislast der Kaskoversicherung auch bei grober Fahrlässigkeit des Versicherten

Mit Urteil vom 15.1.2009 hat das LG Köln (Az.: 24 O 365/08) entschieden, dass ein Versicherungsunternehmen in der Kaskoversicherung die Kausalität des Verhaltens der versicherten Person für die Entwendung seines Fahrzeugs nachweisen muss. Beweiserleichterungen stehen dem Versicherer hierbei nicht zur Verfügung.

Das LG Köln sieht im Zurücklassen von Kfz-Schlüsseln im Fahrzeuginneren zwar grundsätzlich eine grobe Fahrlässigkeit gegeben. Im vorliegenden Fall ergibt sich daraus aber nicht die Leistungsfreiheit des Versicherers gemäß § 61 VVG a.F. Grobe Fahrlässigkeit ist bei einem Kfz-Diebstahl anzunehmen, wenn der Versicherungsnehmer durch sein Verhalten den als vertragsgemäß vorausgesetzten objektiven Sicherheitsstandard deutlich unterschreitet und ihm dieses Verhalten subjektiv betrachtet vorwerfbar ist ...

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