Besser blond als gar keine Haare

Auch beim Friseur kann manchmal etwas schief laufen. So etwa, wenn nach einer Blondierung das Haar nicht blond, sondern auf einer Fläche von 5 x 5 cm ausgefallen ist. Bleibt nur die Frage, wie in solchen Fällen ein Schadensersatz (und ein Schmerzensgeld) zu bemessen ist.

Einen solchen Fall hatte jetzt das Landgericht Coburg zu entscheiden: Die Klägerin ließ sich in einem Friseursalon die Haare blondieren. Dabei trug eine Mitarbeiterin des Friseursalons das Blondierungsmittel versehentlich auf die Kopfhaut der Klägerin auf. Dadurch wurde die Haut am Hinterkopf verätzt und verursachte auf dem Hinterkopf der Klägerin eine etwa 5 x 5 cm große kahle Stelle, an der keine Haare mehr wachsen. Die Haftpflichtversicherung der beklagten Mitarbeiterin und der Chefin des Friseursalons zahlte an die Klägerin 1.000 € Schmerzensgeld und bot insgesamt ein Schmerzensgeld in Höhe von 5.000 € an. Die Klägerin meinte, ihr stünde ein Schmerzensgeld von 20.000 € zu, da sie dauernd entstellt sei. Sogar ihre Heiratschancen seien dadurch gemindert. Die Beklagten meinten, die Klägerin könne sich an der kahlen Stelle operativ Haare einpflanzen lassen.

Das Landgericht Coburg sprach der Klägerin insgesamt 5.000 € Schmerzensgeld zu. Das Gericht nahm zu Gunsten der Klägerin an, dass sie starke Schmerzen erlitten hatte und vielfach einen Hautarzt aufsuchen musste ...

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