Haftbeschwerde von Sermet I.

Im Koblenzer Al Qaida-Verfahren steht auch über Feiertage und Jahreswechsel Arbeit an: Der Verteidiger von Sermet I. hat namens seines Mandanten Haftbeschwerde erhoben und will eine Entlassung aus der Untersuchungshaft erreichen! In einem neunseitigen Schriftsatz führt Rechtsanwalt Ried (Waldbronn) aus, sowohl nach dem Verlauf der Hauptverhandlung, als auch nach dem schriftlichen Urteil gegen Aleem N. (der der “Chef” in Sachen Al Qaida gewesen sein soll) bestehe “kein dringender Tatverdacht einer strafbaren Handlung”.

Heisst also auf unjuristisch: Der Anwalt sieht nicht nur keinen Grund für eine Untersuchungshaft, er sieht nicht mal einen konkreten Anhaltspunkt für eine Straftat überhaupt. Dabei bezieht sich Rechtsanwalt Ried - sicher nicht ohne einen gewissen anwaltlichen Stolz - auf die Entscheidung 3 StR 552/08 des Bundesgerichtshofs in einem Verfahren, in dem Ried den Angeklagten zu 3. vertrat. Es ging um zwei Brüder und einen Bruder im Geiste, die einen großen Betrug mit Lebensversicherungen planten und die erhoffte Millionenbeute Al Qaida zur Verfügung stellen wollten. In den Grundzügen erinnerte der Sachverhalt etwas an den Roman (nicht so sehr den Film) ”Der talentierte Mr ...

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