45 Fragen zum StGB AT - Erstsemesterklausur und Wiederholung

Im ersten Semester wird vielerorts eine Fragenklausur zum StGB AT angeboten. Daher hier 45 Fragen zum StGB AT entnommen aus Erstsemesterklausuren und Wiederholungsübungen. Wer noch mehr hat: Immer her damit :). Denn auch zur Wiederholung finde ich Fragen recht gut.

1. Was besagt der Grundsatz nulla poena sine lege scripta und wo hat er seinen gesetzlichen Niederschlag gefunden?

“Keine Strafe ohne Gesetz” - auch Gesetzlichkeitsgrundsatz genannt. Gesetzlich verankert in Art. 103 Abs. 3 GG, § 1 StGB und Art.7 Abs. 1 EMRK. Beinhaltet vier Bedingungen: 1. scripta - Keine Strafe ohne (geschriebenes Gesetz) 2. stricta - Analogieverbot: Es dürfen keine neuen Straftatsbestände geschaffen werden, die im Gesetz bisher nicht verankert sind. Auch nicht durch einen Vergleich mit vorhandenen Strafbestimmungen. Eine Analogie zugunsten des Täters ist hingegen zulässig. 3. certa - Das Bestimmtheitsgebot. Tatbestand und die damit verbundene Rechtsfolge müssen konkret bestimmt sein, so dass der Bürger anhand des Wortlautes weiss was verboten und was erlaubt ist. 4. praevia - Das Verbot der Rückwirkung. Es darf nicht rückwirkend ein Straftatbestand geschaffen werden oder dessen Bestrafung verschärft werden. Denn: Für den Zeitpunkt der Tat zählt allein die Handlung, wann der Erfolg eintritt ist dabei nicht relevant.

2.Was besagt die Äquivalenztheorie?

Gemäß der Äquivalenztheorie ist grundsätzlich jedes Ereignis kausal für einen bestimmten Erfolg, das nicht hinweggedacht werden kann, ohne dass der Erfolg entfiele.

3.Was versteht man unter hypothetischer Kausalität und ist diese beachtlich?

Eine Bedingung führt zwar zum Erfolg, eine andere Bedingung hätte aber wenig später mit Sicherheit zum selben Erfolg geführt. Rechtsfolge: Kausalität liegt vor; Reserveursachen sind unbeachtlich.

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