Erbrecht / Erbschaftsteuerrecht: LG Bonn: Zahlung der Beerdigungskosten von einem Nachlasskonto durch die Bank ohne Auftrag der Erben unzulässig

Der Fall:

Die Kläger sind die Rechtsnachfolger des zwischen dem 16.01. und 21.01.2008 verstorbenen Herrn W. Die Beklagte ist die Bank, bei der der Erblasser bis zu seinem Tod ein Girokonto unterhielt.

Mit Schreiben vom 23.01.2008 informierte die Stadt N die Beklagte über den Tod des Erblassers. Sie übersandte die Bankkarte zum Girokonto, erklärte, dass die Bestattung durch das Ordnungsamt veranlasst werde und gab an, dass die Kosten sich auf „ca. 1.190 €“ belaufen würden. Sie bat die Beklagte, das Konto aufzulösen und ein eventuelles Guthaben auf ein Konto der Stadt zu überweisen. Daraufhin kehrte die Beklagte das zum Todeszeitpunkt bestehende Kontoguthaben in Höhe von 514,60 € an die Stadt N aus.

Dieser Betrag ist Gegenstand der Klage.

Die Entscheidung des Landgerichts Bonn:

Das LG Bonn gab der Klage statt. Eine Bank könne grundsätzlich nur auf Weisung der Kontoinhaber (hier der Erben) mit befreiender Wirkung an Dritte leisten. Hier hatte die Bank nicht auf Weisung der Erben, sondern auf Weisung Stadt gehandelt.

Die Zahlung habe auch nicht dem mutmaßlichen Interesse der Erben entsprochen ...

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