Kostenfreie Alternativen

Softwarehersteller, so scheint es, sind sich für nichts zu schade. Vor einiger Zeit erhielt unsere Mandantin, ein mittelständisches Unternehmen, Post von den Anwälten eines amerikanischen Konzerns. Es gebe Hinweise auf “Unterlizenzierung”. Die Mandantin möge doch bitte nachweisen, dass sie nur lizenzierte Produkte der Firma nutzt.

Anderenfalls werde man sich die Firma mal ansehen. Das Urheberrechtsgesetz sieht hier tatsächlich einen Anspruch auf “Besichtigung” vor. Allerdings nur dann, wenn eine “hinreichende Wahrscheinlichkeit” für Urheberrechtsverletzungen spricht.

Wir also mal höflich angefragt, worauf sich die Firma stützt und darum gebeten, uns eventuelle Belege in Kopie zu übersenden. Die Antwort war vielsagend: Grund für das Schreiben seien “Informationen durch einen Mitarbeiter”. Beigefügt war nichts – also dürfte es sich um einen anonymen Brief handeln. Vielleicht auch nur um eine E-Mail. Oder einen Anruf auf der Antipiraterie-Hotline. Wahrscheinlich von einem der Herren, die in letzter Zeit das Unternehmen verlassen haben.

Wir haben jetzt so geantwortet:

Sehr geehrte Frau Kollegin, …

wir vermissen nach wie vor nachvollziehbare Angaben darüber, wer Ihnen welche Information gegeben haben soll. Die Formulierung, wonach die Informationen von einem Mitarbeiter unserer Mandantin stammen, deuten auf einen anonymen Brief hin. Ansonsten hätten Sie uns sicher mitgeteilt, von wem die Nachricht stammt und, wie verlangt, eine Kopie übersandt ...

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