K.O.-Tropfen als gefährliches Werkzeug i.S.d. § 250 II Nr. 1 StGB

  • Gibt der Täter so genannte „K.O.-Tropfen" in den Kaffee und wird das Opfer nach deren Genuss etwa 3 Stunden bewusstlos, so liegt hierin kein Verwenden eines gefährlichen Werkzeugs i.S.v. § 250 II Nr. 1 Strafgesetzbuch (StGB)

Folgender Sachverhalt lag dieser Entscheidung zugrunde: Der Angeklagte hatte der Geschädigten, um aus deren Wohnung Geld und andere Wertgegenstände entwenden zu können, eine narkotisierende Substanz, sogenannte „K.O.-Tropfen" in den Kaffee gegeben, nach deren Genuss die Geschädigte 3 Stunden bewusstlos wurde. Das Landgericht Saarbrücken hat den Angeklagten für diese Tat wegen schweren Raubes nach § 250 II Nr. StGB (Qualifikationsmerkmal: „Verwenden eines gefährlichen Werkzeuges") in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von 5 Jahren und 4 Monaten verurteilt. Hiergegen hat der Angeklagte in Revision eingelegt.

Entscheidungsgründe: Der Einsatz der K.O.-Tropfen erfüllt (...) lediglich den Tatbestand des § 250 I Nr ...

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