“Weißen der Decken und Wände” bei Schönheitsreparaturen unwirksam

Die Rechtsprechung des BGH zum Thema Schönheitsreparaturen geht in eine nächste Runde. Nunmehr haben es Vermieter, die in Standardverträgen den Begriff “weißen” statt “streichen” verwendet haben, schlecht, Mieter hingegen, die eine solche Klausel in ihren Mietverträgen haben, können sich freuen.

Der BGH hat entschieden, dass unter “weißen” nicht lediglich “streichen” verstanden werden kann, sondern dies vielmehr auch bedeuten könnte, dass die Wand eben in der Farbe Weiß zu streichen ist.

Das eine solche Klausel, mit der ein Streichen in weißer Farbe vorgeschrieben ist, unwirksam ist, hatte der BGh bereits 2008 entschieden (vgl: Streichen bei Auszug: Darf der Vermieter die Farben vorschreiben?)

Folgerichtig hat der BGH auch diese Klausel, die ja dann einen gleichen Inhalt hat, für unwirksam erklärt.

Aus der Pressemitteilung des BGH:

Der unter anderem für das Wohnraummietrecht zuständige VIII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hatte darüber zu entscheiden, ob eine Klausel über die Vornahme von Schönheitsreparaturen wirksam ist, wenn sie die Verpflichtung zum “Weißen” der Decken und Oberwände während der Mietzeit umfasst.

Die Beklagten waren Mieter einer Wohnung des Klägers in Berlin. Nach § 3 Abs. 6 des Formularmietvertrages waren die Beklagten zur Übernahme der Schönheitsreparaturen verpflichtet. In der Klausel ist bestimmt:

“Die Schönheitsreparaturen umfassen insbesondere:

Anstrich und Lackieren der Innentüren sowie der Fenster und Außentüren von innen sowie sämtlicher Holzteile, Versorgungsleitungen und Heizkörper, das Weißen der Decken und Oberwände sowie der wischfeste Anstrich bzw. das Tapezieren der Wände.”

Mit der Klage hat der Kläger nach Beendigung des Mietverhältnisses unter anderem Schadensersatz wegen unterlassener Schönheitsreparaturen bzw. Beschädigung der Mietsache begehrt ...

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