Rechtsanwalt wirft Ex-Kollegin "Dagobert-Duck-Syndrom" vor

Überraschende Einsicht bei einem 50-jährigen Rechtsanwalt und Strafverteidiger aus Würzburg: Mit dem Ziel „Freispruch“ ging er am Dienstag in eine Berufungsverhandlung wegen Untreue, knapp zwei Stunden später akzeptierte er eine Verurteilung zu 3.250 Euro (130 Tagessätze von 25 Euro) Geldstrafe.

Die Staatsanwaltschaft legte ihm zur Last, vor mehreren Jahren Gelder in Höhe von rund 7.000 Euro für eine Firma eingetrieben, die Beträge aber nicht oder nur in kleinen Teilbeträgen an den Mandanten ausgezahlt zu haben. Das Amtsgericht Würzburg hat den Juristen deshalb vor drei Jahren zu 190 Tagessätzen von 80 Euro (15.200 Euro) Geldstrafe verurteilt. Mit auf der Anklagebank saß damals eine Kanzlei-Partnerin des 50-Jährigen. Dass das Verfahren gegen die Anwältin mittlerweile gegen Zahlung einer Geldbuße von 1.800 Euro eingestellt wurde, kam dem Angeklagten gerade recht: So konnte er vor dem Landgericht den Großteil der Verantwortung von sich weisen.

Er sprach von einem „Dagobert-Duck-Syndrom“ bei seiner Ex-Kollegin, von der er sich inzwischen im Streit getrennt hat: „Sie ist geizig und kann sich nicht vom Geld trennen“, so der 50-Jährige. Sein einziger Fehler sei gewesen, die Buchhaltung der Mit-Anwältin nicht ausreichend zu überwachen ...

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