Der außengeleitete Mensch und die Gewaltprävention

Heute wäre der Soziologe David Riesman 100 Jahre alt geworden. Er ist mit einer Typenlehre bekannt geworden, die drei Charaktere beschreibt: den traditionellen, den innengeleiteten und den außengeleiteten Menschen. Differenzen mit dem impliziten Selbstveständnis rufen im ersten Fall Scham, im zweiten Schuld und im dritten Angst hervor. Der außengeleitete Typ wird dabei unserer postindustriellen Dienstleistungsgesellschaft zugeordnet. Dieses Schema gibt mir Anlass, ein paar Worte zum Thema Gewaltprävention zu verlieren. Ich war letzte Woche auf einer kriminologischen Tagung in Gießen, die sich unter anderem mit dem Thema Jugendgewalt beschäftigte. In dem Bereich wird – trotz auch hier geäußerter Kritik (Manuel Eisner) – überwiegend auf kognitiv-behaviorale Programme gesetzt, die offenbar optimal auf den außengeleiteten Typus abgestimmt sind ...

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