"Hausbesuche" vom Software-Anbieter

Keine unbegrenzten Kontrollrechte von Software-Anbietern

Immer wieder wird von Versuchen einiger Software-Anbieter berichtet, durch Tricks und Druck Kunden zum Erwerb zusätzlicher Software-Lizenzen zu veranlassen (besonders anschaulich etwa Stoelzel, "Richtig unangenehm", Wirtschaftswoche Nr.29 v.13.7.2007, 56). So wird etwa aufgrund unklarer Verträge versucht, vermeintliche Lizenzverstöße zu konstruieren, deren gerichtliche Klärung viele Kunden nicht abwarten wollen oder können. Für einen großen Anbieter rechnet Stoelzel so einen Anstieg des Umsatzes für Lizenz-Updates und Wartungsleistungen von 8 % vor.

Natürlich gibt es für Kunden kein Patentrezept, wie derartige Marketingmethoden abgewehrt werden können. Aber einige Hinweise könnten doch hilfreich sein:

1. Leistungen definieren

Kunden sollten sich die Mühe machen, sämtliche Nutzungen für bestimmte Anwendungen aufzulisten und zu prüfen, ob für jede Nutzung Lizenzrechte erworben wurden (etwa für Nutzungen auf Notebooks oder die Anbindung von Arbeitsplatzdruckern). Diese Aufstellung sollte am besten vor oder bei Unterzeichnung des Lizenzvertrages dem Anbieter vorgelegt werden. Im Lizenzvertrag ist eine Vollständigkeitsklausel vorzusehen, mit der der Anbieter bestätigt, dass diese Auflistung sämtliche Nutzungen enthält und der Anbieter ohne zusätzliche Vereinbarung nicht nachträglich für vermeintliche weitere Nutzungen Lizenzgebühren verlangen wird.

2 ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK