Kündigung wegen permanenter Unpünktlickeit abgewiesen!

Kündigung wegen permanenter Unpünktlickeit abgewiesen!

Wenn ein Arbeitnehmer unpünktlich ist, dann kann dies – nach einer Abmahnung -bereits ein Grund zur außerordentlichen Kündigung des Arbeitsverhältnisses (verhaltensbedingte Kündigung) sein. Dies muss doch erst recht gelten, wenn der Arbeitnehmer permanent zu spät kommt? Nach dem Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz (Urteil vom 23.4.2009 10 Sa 52/09) ist eine solche Kündigung aber problematisch.

Allgemeines

Grundsatz: Wer als Arbeitnehmer die Arbeitszeiten nicht einhält, kann grundsätzlich verhaltensbedingt gekündigt werden. Im Normalfall ist eine vorherige Abmahnung erforderlich. Nur unter außergewöhnlichen Umständen ist eine sofortige Kündigung – ohne Abmahnung – zulässig. Ich verweise auf meinen Beitrag “Zu spät kommen/ verschlafen – außerordentliche Kündigung“. Diese Grundsätze gelten nach wie vor.

Ausnahme – die überraschende Entscheidung des LAG Rheinland-Pfalz:

Das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz hatte über folgenden Fall zu entscheiden:

Ein Arbeitnehmer im Strassenbau ist permantent – über Jahre hinweg – zu spät zur Arbeit erschienen. Der Arbeitgeber hatte den Arbeitnehmer mehrfach – auch über Jahre hinweg – deswegen abgemahnt. Die Abmahnungen wurden teils als “letzte Abmahnung” bezeichnet, wobei dann beim nächsten Zuspätkommen widerum keine Kündigung, sondern wieder eine Abmahnung erfolgte. Dies ging über einen langen Zeitraum ...

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