LKW-Fahrer rast auf gerader Strecke fast ungebremst in ein Stauende

Zu einem Jahr und zehn Monaten Freiheitsstrafe mit Bewährung wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung hat das Amtsgericht Würzburg am Montag einen LKW-Fahrer verurteilt, der auf der Autobahn A81 bei Kist im Landkreis Würzburg einen tödlichen Unfall verursacht hat. Der 57-jährige Leipziger raste am Nachmittag des 22. April 2008 auf gerader Strecke fast ungebremst in ein Stauende. Ein Mann starb, ein Mann ist seither querschnittsgelähmt. Zwei weitere Personen wurden schwer verletzt.

Wie es bei guter Sicht am hellichten Nachmittag auf gerader und trockener Strecke zu dem verheerenden Unfall kam, konnte vor Gericht nicht aufgeklärt werden. Der Angeklagte kann sich nach eigenen Worten nicht mehr daran erinnern, was vor der Kollision geschah. Fest steht, dass auf einer Warnanlage der A81 schon in zwei Kilometer Abstand auf den Stau hingewiesen wurde, er über einen halben Kilometer freie Sicht auf das Stauende hatte und die stehenden Autos die Warnblinkanlage eingeschaltet hatten.

Gut zwanzig Sekunden, so ein Unfall-Sachverständiger, hätte der 57-Jährige Zeit gehabt, auf die Bremse zu treten ...

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