Kleiner Verwalter

Die Beklagten sind auf Grund des Mietvertrags vom 8.10.1986 Mieter einer Wohnung im Hause Mstraße, Berlin, 4. OG Mitte rechts, deren Vermieter die Klägerin ist.

Der Prozessbevollmächtigte der Klägerin ist deren Hausverwalter. Mit Schreiben vom 20.3.2007 wandte der Beklagte zu 2) an den Hausverwalter. In dem Schreiben heißt es:

” Sehr geehrtes Verwalterlein,…”

Mit Schreiben vom 29.3.2007 erklärte die Klägerin die fristlose Kündigung des zwischen den Parteien bestehenden Mietverhältnisses auf Grund des Inhalts des vorbezeichneten Schreibens der Beklagten.

Das Amtsgericht hat die Räumungsklage mit der Begründung abgewiesen, die Bezeichnung des Verwalters als “”Verwalterlein” stelle zwar grundsätzlich eine Beleidigung dar, die Abwägung der Umstände des Einzelfalls ergebe aber, dass die Kommunikation zwischen dem Hausverwalter der Klägerin und dem Beklagten zu 2) über Jahre von zynischen, derben und abfälligen Formulierungen und Anreden gekennzeichnet gewesen sei. Auf Grund des Rechtsgedankens des § 553 Abs. 3 Satz 1 BGB sei daher für den hier in Rede stehenden Vorfall eine Abmahnung erforderlich gewesen.

Mit der hiergegen gerichteten Berufung beantragt die Klägerin,

die Beklagten zu verurteilen,

die im Haus Mstraße , Berlin, IV. OG Mitte/rechts belegene Wohnung, bestehend aus vier Zimmern, Flur, Küche nebst zwei Bädern sowie zwei Kellerräumen zu räumen und geräumt an die Klägerin herauszugeben ...

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