Franz Müntefering im Porträt der Süddeutschen Zeitung

Folgt man Franz Müntefering, hat nicht seine SPD mit 25 Prozent in Umfragen ein Problem, sondern die CDU mit 35. Er führt schon Wahlkampf und prügelt die Kanzlerin. Sagt aber doch manchmal “wir”, wenn er die Koalition meint. Es geht bei ihm um mehr als einen Erfolg im Herbst

Am schwierigsten ist es ja oft mit den eigenen Leuten. Draußen im Foyer der Singener Stadthalle steht ein Sozialdemokrat mit dunklem Vollbart vor dem Büchertisch. Er schimpft über Frank-Walter Steinmeier, weil der sein Buch im Bertelsmann-Verlag herausgebracht hat. Bertelsmann sei doch irgendwie rechts, behauptet der Bärtige. Oder neoliberal, egal. Jedenfalls hätte das nicht sein müssen, findet der Mann, “es tun sich doch sowieso schon so viele Genossen schwer, dieses Jahr Wahlkampf zu machen ...

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