Urlaubsplanung des Anwalts ist dem Gericht egal

Als Anwalt ist man ja einiges gewohnt. So bekräftigte der 9. Senat des BGH erst kürzlich wieder (Urteil vom 18.12.2008 - IX ZR 179/07), dass ein Anwalt seinem Mandanten auf Schadensersatz haftet, wenn das Gericht (!) das Recht falsch anwendet. Konkret: Wenn das Gericht ein Urteil des BGH (!) nicht kennt. Der Anwalt hätte intensiver auf das Gericht einwirken müssen, die geltende BGH-Rechtsprechung zur Kenntnis zu nehmen. Aha! (Details hier)

Will der Anwalt nun in Urlaub gehen, um diesen Schock zu verdauen, wirft ihm das nächste Bundesgericht Knüppel zwischen die Beine: Der BFH meinte nämlich in einer aktuellen Entscheidung (Az.: VIII B 210 / 07), die Urlaubsplanung eines Prozessbevollmächtigten ist kein Grund einen Verhandlungstermin zu verlegen. Es sei dem Prozessvertreter vielmehr zuzumuten, Gerichtstermin und Urlaub “aufeinander abzustimmen”. Da das Gericht eine Verlegung bereits verweigert hatte, kann “abstimmen” konkret nur heißen: Urlaubsplan ändern ...

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