Gebrauchtwagenhändler, der gebrauchte Autoradios lagert, muss Rundfunkgebühren zahlen.

Ein Gebrauchtwagenhändler erzählt: Er biete vor allen Dingen Autos zum "Ausschlachten" an und baue aus diesem Grunde Zubehör wie z.B. Autoradios aus, die möglicherweise einen gewissen wirtschaftlichen Wert verkörpern. Diese lagere er dann in einem Container und verkaufe sie dann entweder separat oder gebe sie als "Dreingabe" an einen Käufer weiter. Die Geräte würden nicht geprüft oder sonstwie genutzt - insbesondere nicht zum Radiohören. Die GEZ wollte trotzdem eine Händlergebühr von ihm - immerhin rückwirkend bis Mitte 1999, wogegen er sich wehrte. Erfolglos, wie der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg (VGH) jetzt mit Beschluss vom 3.3.2009, Az. 2 S 3218/08 feststellte. Selbst wenn der Gebrauchtwagenhändler alle Radios aus den Autos ausgebaut und in einem Container eingelagert hätte, müsse er die Rundfunkgebühren zahlen. Zwar würde die Rechtsgrundlage hierfür dann nicht mehr in § 1 Absatz 3 Rundfunkgebührenstaatsvertrag (RGebStV) zu suchen sein. Nach diesem Paragraphen gilt für ein in ein Kraftfahrzeug eingebautes Rundfunkempfangsgerät derjenige als Rundfunkteilnehmer, auf den das Fahrzeug zugelassen ist, für nicht zugelassene Kraftfahrzeuge ist Rundfunkteilnehmer der Halter des Kraftfahrzeugs. Und da der Händler dann ja keine Autoradios mehr habe, komme diese Regelung nicht zur Anwendung. Es greife dann aber die allgemeine Regelung in § 1 Absatz 2 RGebStV ein ...Zum vollständigen Artikel


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