RoHS-ige Zeiten?

Die Abkürzung RoHS steht für „Restriction of the use of certain hazardous substances in electrical and electronic equipment” (=“Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten“) und ist die Bezeichnung der EG-Richtlinie 2002/95/EG, die so etwas wie eine kleine Revolution in der Elektrobranche darstellt. Denn mit dieser Richtlinie sollen nach und nach umwelt- und gesundheitsgefährdende Schadstoffe aus Elektro- und Elektronikgeräten verschwinden – was so manchen Hersteller vor Probleme stellt.

1. Was soll RoHS?

Die RoHS-Richtlinie ist ein Teil des von der EU vehement verfolgten Umwelt- und Gesundheitsschutzprogramms. Hintergrund ist, dass in vielen Elektro- und Elektronikgeräten schädliche Stoffe verbaute werden, die die Gesundheit von Menschen und die Umwelt gefährden. Diese Stoffe werden, wenn sie etwa auf Schrottplätzen oder Mülldeponien in die Natur und das Grundwasser gelangen, nur sehr langsam abgebaut.

Ursprünglich verfolgte die EG mit dem Richtlinienvorhaben das Ziel, bestimmte Stoffe wie Blei oder Cadmium vollständig aus Elektro- und Elektronikgeräten zu verbannen, doch musste sie feststellen, dass entsprechende ungefährliche Ersatzstoffe noch nicht vorhanden oder nur unzureichend erprobt waren. Insbesondere für Geräte im sicherheitsrelevanten Bereich – in der Medizintechnik, beim Militär und auch bei Sicherheits- und Kontrollsystemen, etwa in Flugzeugen – wurden deshalb Ausnahmen gemacht. Letztlich hat dies dazu geführt, dass nun das Ziel verfolgt wurde, mittels bestimmter Grenzwerte die Umwelt- und Gesundheitsbelastung durch schadstoffbelastete Geräte wenigstens möglichst gering zu halten.

2. Welche Regeln sind zu beachten?

Die Richtlinie ist in Deutschland bereits in nationales Recht umgesetzt worden ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK