eBay-Schnäppchen

Das Einstellen eines Verkaufsangebots in eine Internetplattform wie Ebay ist ein verbindliches Angebot auf Abschluss des Kaufvertrages zum Höchstgebot, keine Versteigerung. Werden dann nur 100 Euro geboten, obwohl der Gegenstand 2100 Euro wert ist, ist der Kaufvertrag zu diesem Preis zustande gekommen. Eines gesonderten Zuschlages bedarf es nicht mehr, es kommt allenfalls eine Anfechtung in Betracht, sollte das Angebot nicht dem Willen des Einstellenden entsprechen. Diese muss jedoch sofort erfolgen.

Ein solcher Fall eines echten “eBay-Schnäppchens” beschäftigte jetzt wieder das Münchener Amtsgericht und wie schon bei dem ersten vor Jahren bekannt gewordenen derartigen Fall stand wieder ein Auto im Mittelpunkt: Der spätere Beklagte bot auf der Internetplattform eBay einen Mitsubishi L 300 zum Verkauf an. Er wollte dafür einen Mindestpreis von 2100 €. Zu diesem Preis wurde kein Angebot abgegeben. Bei der Wiedereinstellung wurde aus nicht mehr nachvollziehbaren Gründen das Auto ohne Mindestgebot angeboten. Hierfür bot der spätere Kläger 100 € und erhielt die Nachricht von eBay, dass er das Auto erworben habe, da sich kein weiterer Käufer gemeldet habe.

Als der Käufer nunmehr den Verkäufer anschrieb und sein Auto haben wollte, weigerte sich dieser, es heraus zu geben. Darauf hin erhob der Käufer Klage beim AG München. Und die zuständige Richterin beim AG München gab dem Kläger Recht:

Das Einstellen eines Angebots in die Internetplattform stelle ein wirksames, verbindliches Angebot dar ...

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