Würzburger Kultur-Affäre: Akteneinsicht für die Stadt war rechtens

Erneut eine juristische Niederlage für den fristlos gekündigten Würzburger Generalmusikdirektor (GMD) Jin Wang: Die Würzburger Staatsanwaltschaft hat legal gehandelt, als sie der Stadt Würzburg Einsicht in die Akten ihres Ermittlungsverfahrens gegen den 48-Jährigen gestattete. „Die Akteneinsicht wurde in Übereinstimmung mit den dafür geltenden Vorschriften gewährt“, teilte die Staatsanwaltschaft Schweinfurt am Donnerstag mit.

Die Schweinfurter Behörde musste den Fall überprüfen, nachdem der Hamburger Strafverteidiger Gerhard Strate im Zusammenhang mit der Würzburger Kultur-Affäre Strafanzeige wegen „Verletzung von Privatgeheimnissen“ gegen den Leiter der Staatsanwaltschaft Würzburg erstattet hatte. Das Ermittlungsverfahren gegen den Leitenden Oberstaatsanwalt Clemens Lückemann wurde jetzt eingestellt: „Die Stadt Würzburg hatte das Recht, sich über die ihrem Generalmusikdirektor gemachten Vorwürfe zu informieren. Die Staatsanwaltschaft Würzburg und ihr Leiter haben nicht unbefugt gehandelt“, so Rainer Vogt, Leitender Oberstaatsanwalt in Schweinfurt.

Die Würzburger Staatsanwaltschaft hatte bekanntlich wegen „versuchter Nötigung zu einer sexuellen Handlung“ gegen Jin Wang ermittelt. Betroffene ist eine Orchester-Praktikantin, die aber selbst keine Anzeige gegen Wang erstattet hat. Wangs Anwälte haben den Sachverhalt, der zu dem Ermittlungsverfahren führte, nicht bestritten. Es handele sich aber um einen Vorgang aus der Privatsphäre des 48-jährigen Dirigenten ...

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