DAV-Stiftung contra Unschuldsvermutung

Der DeutscheAnwaltsVerein begibt sich, wie bereits berichtet, mit einer Stiftung auf eine Ebene, die mit dem Selbstverständnis der Anwaltschaft schwer vereinbar scheint.

Die Opfer poltisch motivierter Gewalttaten zu unterstützen, ist gut, richtig und ehrenswert. Dabei zu unterscheiden, ob diese Opfer durch rechte, linke, braune, rote, gelbe oder grüne Gewalt zum Opfer geworden sind, ist nicht ganz so gut, nicht ganz so richtig und nicht ganz so ehrenswert.

Die Unterstützung zu einem Zeitpunkt eintreten zu lassen, in dem man noch gar nicht wissen kann, ob das Opfer tatsächlich Opfer und ob der vom Opfer Beschuldigte tatsächlich Täter ist, ist gerade für die Anwaltschaft schlecht, falsch und unehrenhaft, denn es stellt den Gedanken der Unschuldsvermutung auf den Kopf und lässt die Anwälte zum Staatsanwalt werden, der sich lange vor einer Urteilsfindung bereits auf ein Ergebnis festlegt.

Das ist der angeblichen vereinsmäßigen Vertretung von Anwälten nicht würdig! In dem meinen Mandanten betreffenden Fall wurden sogenannte Kollegen finanziert, die auf üble Art und Weise lange Zeit in dem Verfahren, um das es geht, Angeklagte massiv angegangen sind, die später freizusprechen waren.

Deshalb nehme ich mir heraus diese Stiftung als eine zu bezeichnen.

Sehr geehrte Kollegen, meine Kündigung erhalten Sie in den nächsten Tagen ...

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