Arbeitsrecht: „Hilfe, ich werde gemobbt…“  

Der konkrete Fall: Mobbing im Krankenhaus und in Apotheken

Seit Menschen miteinander arbeiten gibt es Mobbing, „modern“ ist allenfalls der Begriff. Die Opfer von Mobbing leiden massiv und erfahren häufig keine Unterstützung Ganz offensichtlich werden die Auswirkungen von Mobbing weiterhin unterschätzt. Juristisch betrachtet können Opfer von Mobbing insbesondere gegen ihren Arbeitgeber vorgehen. Ein recht aktuelles Urteil des Bundesarbeitsgerichts unterstreicht dies anhand einer Konstellation aus dem Krankenhaus. Die Erwägungen des Urteils sind vollständig auf Apotheken übertragbar.

Was war geschehen? Ein Oberarzt, der vom Chefarzt seiner Abteilung mehrfach in seiner fachlichen Qualifikation herabgewürdigt wird und deshalb psychisch erkrankt, hat gegen seinen Arbeitgeber Anspruch auf Schmerzensgeld, so das Bundesarbeitsgericht in seinem Urteil vom 25.10.2007 (Az. 8 AZR 593/06). Der Chefarzt habe „mobbingtypische Verhaltensweisen“ gezeigt und damit die psychische Erkrankung schuldhaft herbeigeführt. Dafür müsse nun der Arbeitgeber einstehen, schließlich sei der Chefarzt Erfüllungsgehilfe des Arbeitgebers.

Was verstehen Arbeitsgerichte unter Mobbing?

Mobbing ist kein Rechtsbegriff. Eine Vielzahl von Verhaltensweisen wird allgemein als „Mobbing“ bezeichnet; es ist daher ein tatsächliches und kein rechtliches Phänomen. Das Bundesarbeitsgericht definierte im Jahr 1997 Mobbing als „das systematische Anfeinden, Schikanieren oder Diskriminieren von Arbeitnehmern untereinander oder durch Vorgesetzte“.

Andere Arbeitsgerichte – so z.B ...

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