75-jährigen Vermieter auf die Intensivstation geprügelt

Er hat seinen 75 Jahre alten Vermieter ohne Grund krankenhausreif geprügelt, ist mehrfach vorbestraft, erschien nicht zum Prozesstermin und sieht nicht einmal ein, dass er den Großteil seiner Probleme dem Alkohol zu verdanken hat: Wegen gefährlicher Körperverletzung, Beleidigung und bedrohung hat das Amtsgericht Würzburg am Freitag einen 50-jährigen Sozialhilfe-Empfänger zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt.

„Ich bin ein impulsiver Mensch“, das sagt der 50-jährige gelernte Handwerker über sich selbst: „Manchmal verliere ich die Beherrschung.“ Als er das letzte Mal die Beherrschung verlor, hatte er 2,7 Promille Alkohol im Blut und sein Vermieter, ein 75-jähriger Schreinermeister, lag hinterher mit Rippenbrüchen und Schädelprellungen drei Tage auf der Intensivstation. Grund für die laut Staatsanwalt „beispiellose Gewaltorgie“ im Büro des Schreiners war der Alkohol, den der Angeklagte seit über einem Jahrzehnt in großen Mengen trinkt. Dass er wegen Gewalttätigkeiten nach Alkoholgenuss schon gut zwei Jahren hinter Gittern verbracht hat, zeigte bei ihm keine Wirkung.

Schuld an der Auseinandersetzung ist für den 50-Jährigen der Vermieter. Der Angeklagte, der im Anwesen des Schreiners auf Kosten des Staates zur Miete wohnte, störte sich an gelegentlichen Lackgerüchen aus der Schreinerei. Er habe sich deswegen mehrfach beschwert, sogar Mietminderung angedroht, alles habe den Vermieter nicht interessiert, schimpfte der 50-Jährige vor Gericht ...

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