Bank- und Kapitalmarktrecht: SEPA (Single European Payment Area) - einheitlicher Zahlungsverkehrsraum für Europa

Mit der weltweiten Globalisierung und dem stetig zunehmenden grenzüberschreitenden Waren- und Dienstleistungsverkehr, insbesondere innerhalb Europas, verlieren Ländergrenzen immer mehr an Bedeutung. Immer häufiger werden Dienstleistungen über Ländergrenzen hinweg angeboten, Güter aus dem Ausland bestellt. Mit der Einführung des Euro als gemeinsamer Währung für Europa wurde dieser Wandel enorm beschleunigt. Durch die Vereinheitlichung der in Europa existierenden unterschiedlichen nationalen Bezahlverfahren soll diese Entwicklung nun weiter vorangetrieben werden.

Zu diesem Zweck gibt es seit Januar 2008 den einheitlichen europäischen Zahlungsraum SEPA – Single European Payment Area. Rechtliche Grundlage ist die EU-Richtlinie 2007/64/EG über Zahlungsdienste im Binnenmarkt (Payment Services Directive - PSD), welche bis 01.November 2009 in nationales Recht umzusetzen ist.

Bereits seit Januar 2008 bieten Banken für Unternehmen und Verbraucher neue paneuropäische Zahlungsintrumente an. Nach Umsetzung der Richtlinie wird es einheitliche europäische Verfahren für Überweisungen, Lastschriften und Kartenzahlungen geben.

Die neuen Verfahren bringen für Verbraucher und Unternehmer diverse Änderungen mit sich. Nachfolgend daher einige Hintergrundinformationen:

I. Teilnehmerländer

An SEPA beteiligen sich insgesamt 31 Länder. Hierzu gehören die 13 Euro-Länder, 17 Länder des übrigen europäischen Wirtschaftsraums (EWR) und die Schweiz. Betroffen sind damit fast eine halbe Milliarde Menschen. In den teilnehmenden Ländern bestehen derzeit unterschiedliche nationale Zahlungssysteme, über welche die jeweiligen Inlandszahlungen vollzogen werden. SEPA dagegen ermöglicht ein einheitliches europäisches Verfahren, mit welchem sowohl inländische als auch grenzüberschreitende Zahlungen in Euro getätigt werden können ...

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