Rezension: Deutsches Staatsrecht

Ich habe es getan: Trotz Seminararbeit und Klausurphase, obwohl ich Degenhart, Pieroth/Schlink und die Werke von Ipsen (vollständig) gelesen habe, habe ich mir das Werk “Deutsches Staatsrecht” von Zippelius/Würtenberger ebenfalls vollständig zu Gemüte geführt. Dass ich für die insgesamt über 600 Seiten einige Zeit brauchen würde war klar.

Hinweis: Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Mein erster Gedanke, als ich das Buch in den Händen hielt, liegt auf der Hand und ist sicherlich nachvollziehbar: Nicht nochmal das deutsche Staatsrecht. Zumal ich es zum Examen ja ohnehin nochmals von vorne beim Rep wiederholen muss. Nachdem aber Ipsen sowie die Werke von C.F.Müller jeweils mit einer Zweiteilung vorliegen (ein Band Staatsorganisationsrecht, ein Band Grundrechte) und dieses hier nicht nur mit einem (dicken) Band auskommt, sondern zudem auch sehr günstig ist, wollte ich es auch komplett lesen.

Soviel steht für mich fest: Das Buch ist wirklich lesbar. Kein krampfiger Schreibstil, bei den Grundlagen bzw. den rechtstheoretischen Fragen machte es sogar schon fast Spaß, nochmals Themen durchzunehmen. Insgesamt wirklich sehr flüssig zu lesen und sicherlich auch für frühe Semester ein sehr gelungener Schreibstil.

Was mir aber fehlte waren Hilfsmittel zum Lernen bzw. Einstudieren wichtiger Themen: Keine Abschlussfragen, keine kleinen eingebetteten Fälle. Ein durchgehender Text, mit dem üblichen Problem der Absätze in 8-Punkte-Schriftgrösse. Der flüssige Schreibstil hilft dem Leser hier enorm, so dass es nicht ermüdend ist (wie manch anderes Werk), aber mitunter doch zeitweilig anstrengend.

Das Ergebnis wird, jedenfalls bei jüngeren Semestern, ein Effekt sein den ich früher häufiger mit Büchern hatte, die ich als Anfänger nicht mochte und heute zu schätzen weiss: Nach dem Lesen hatte ich zwar vieles verstanden und behalten, es bliebt aber die Frage “Und was mache ich jetzt damit?” ...

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