Und sie bewegt sich doch...

... die Juristenausbildung.

Zumindest kommt es mir im Moment so vor. Die Meinungsverschiedenheiten zur Anpassung des rechtswissenschaftlichen Studiums auf BOLOGNA gibt es nicht gerade erst seit gestern, aber ich habe das Gefühl im Moment hört man immer mehr von möglichen oder (noch) nicht möglichen Reformen. Vielleicht, weil ich selber auch drauf achte, da ich mich nun nicht gerade für den 'klassischen Weg' entschieden habe.

Zum Beispiel ist mir aufgefallen - da eine Freundin 'regulär' Jura in Berlin studieren will und ich spaßeshalber mit auf den entsprechenden Uniseiten geschaut habe -, dass die HU Berlin ab WS 08/09 das Studium (für jene, die ab dem kommenden WS beginnen) modularisiert durchführen wird. In Bezug auf eine mögliche Anrechenbarkeit meines eigenen Studiums fand ich das ehrlich gesagt sehr interessant; nicht, dass ich das wirklich schon plane, aber das könnte ja vielleicht doch mal ein Weg für mich werden. Außerdem wirkt dies auf mich doch stark so, als würde die HU damit Bologna schon mal entgegen gehen wollen.

Das VG Köln hat derweil im März entschieden, dass der Hagener LL.B. an sich nicht ausreichend ist, um zum Staatsexamen zugelassen zu werden (vgl. VG Köln v. 17.3.2008, 6 L 210/08). Sicherlich für jene, die das in Betracht gezogen hatten nicht erfreulich, aber auch nicht wirklich überraschend. Ich halte das Studium deswegen nicht für schlechter - ich will es ja selbst absolvieren -, aber eben doch für anders. Aber wer weiß, ob sich da nicht auch noch was am Curriculum ändert, immerhin wurde aus dem 6-semestrigen Studium schon ein 7-semestriges mit mehr Modulen und mehr ECTS, aber Spekulationen möchte ich hier nicht anstellen. (Andererseits, mich interessiert schon, ob das auch gilt, wenn man den konsekutiven Master of Laws in Hagen absolviert hat...).

Dass die Bucerius Law School den LL.B. quasi 'auf dem Weg' zur ersten juristischen Prüfung verleiht ist schon fast ein alter Hut ...

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