Gäfgens Weg ist in Straßburg zu Ende

Nun hat auch der Europäische Gerichtshof dem Verfahren ein Ende bereitet.
Magnus Gäfgen ist gescheitert. Der Mörder der Bankierssohns Jakob von Metzler kann nicht mehr behaupten, Opfer von Folter geworden zu sein und kein faires Gerichtsverfahren bekommen zu haben. So urteilte am Montag der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg: Die sieben Richter lehnten mit sechs zu eins Stimmen Gäfgens Antrag ab, die Bundesrepublik Deutschland wegen der Androhung von Folter zu verurteilen. Damit rücken Gäfgens Hoffnungen auf eine Wiederaufnahme seines Verfahrens und eventuell ein milderes Urteil in weite Ferne. Zwar sei Gäfgen, befanden die Richter, bei seinem Verhör durch Frankfurter Polizisten im Herbst 2002 "unmenschlich" behandelt worden. Durch die spätere Verurteilung der beiden verantwortlichen Polizeibeamten habe Gäfgen jedoch Genugtuung erfahren. Zudem seien die unter der Folterandrohung erlangten Aussagen in seinem Prozess nicht verwertet worden, befanden die Richter. Tatsächlich wiederholte Gäfgen frei und im Bewusstsein seiner Rechte vor Gericht sein Geständnis. Quelle: welt.de
Bleibt noch - wenn nicht schon geschen - der gewinnbringende Verkauf der Rechte.



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