Richter sollen richten

Wie der ADR-Blog berichtet, hat sich der Präsident des Landgerichts Hannover beim Konfliktmanagement Kongreß darüber beschwert, daß die niedersächsischen Behörden Mediationen grundsätzlich ablehnen, während das niedersächsische Justizministerium Mediationsverfahren permanent anpreise und sich diesbezüglich in einer Vorreiterrolle sehe. Der ADR-Blog begrüßt die Kritik. Gleichzeitig weist er darauf hin, daß mittels außergerichtlicher Mediationen viele Konfliktfälle schon im Vorfeld geklärt werden könnten, so daß sich Gerichte gar nicht erst damit befassen müßten. Dann könnten sich “die Richter (…) mit ganzer Kraft ihrer eigentlichen gesetzlichen Kernaufgabe widmen, dem Richten!” Dem ist zuzustimmen.

So erzählte mir kürzlich ein niedersächsischer Anwalt & Notar, seit der Einführung gerichtlicher Mediationen an niedersächsischen Gerichten würden Akten offenbar noch länger liegen bleiben. Es kann aber nicht Sinn einer flächendeckend angebotenen, gerichtlichen Mediation sein, daß sämtliche Verfahren in die Länge gezogen werden, weil Richter außerhalb ihrer Kernaufgabe (dem Richten) zusätzliche Aufgaben übernehmen ...

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