Urteil des LG Stuttgart zu Filmaufnahmen von Amateurfußballspielen

In dem viel kommentierten Rechtsstreit um Amateurvideoaufnahmen von Fußballspielen auf dem Internetportal Hartplatzhelden hat das Landgericht Stuttgart am 08.05.2008 zugunsten des Württembergischen Fußballverbandes (WFV) entschieden und den Hartplatzhelden untersagt, Filmaufzeichnungen von Fußballspielen, die vom WFV veranstaltet werden, zu zeigen. Seit Anfang der Woche liegt nun die Begründung des Urteils vor. (LG Stuttgart, Urteil vom 8.5.2008, Az.: 41 O 3/08 KfH) Das Urteil Das Gericht kommt zu dem Ergebnis, dass die öffentliche Wiedergabe von Filmausschnitten von Fußballspielen, die unter der Organisation und Leitung des Klägers stattgefunden haben, eine unzulässige Beeinträchtigung der Vermarktungsmöglichkeiten des Klägers darstellt und daher nach §§ 3, 8 UWG untersagt werden kann. In der Begründung hierzu führt das LG Stuttgart zunächst aus, dass grundsätzlich dem Veranstalter von Sportereignissen die alleinige Verwertungsmöglichkeit zusteht, da der Veranstalter das finanzielle Risiko des Ereignisses trägt und die organisatorischen Voraussetzungen für eine Veranstaltung trifft. Die Leistung des WFV bestehe im Zusammenhang mit Amateurfußballspielen u.a. in der Organisation des Spielbetriebs, der Aufstellung der Spielpläne, der Ausbildung von Schiedsrichtern und Ordnern und der Zurverfügungstellung einer Sportgerichtsbarkeit. Das LG Stuttgart hebt dann hervor, dass diese organisatorischen Aufwendungen des Verbandes Grundlage für das Stattfinden der Amateurspiele in der derzeitigen Form seien, weshalb der Fußballverband auch bezüglich der einzelnen Spiele als Mitveranstalter anzusehen sei. Als solcher könne er gegen Dritte vorgehen, die das unter seiner Mitwirkung geschaffene Leistungsergebnis für sich in rechtswidriger Weise auswerten ...Zum vollständigen Artikel


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