15 Tage U-Haft

Von Matthias L.

Dienstag, 25.03.2008 ca. 13:00: Es klingelt, ich schaue aus dem Fenster und erkenne gleich das Polizeiauto und die zwei Polizisten die vor meiner Haustüre stehen. Gleich mal ordentlich Panik geschoben und die Türe nicht aufgemacht da ich dachte die Polizisten gehen wieder weg. Falsch gedacht! Nach 5 Minuten hat es noch einmal geklingelt, diesmal hatten die beiden Beamten allerdings meinen Vermieter dabei, der Ihnen prompt die Türe aufgesperrt hat. Die Polizisten kommen rein, drücken mir als erstes ein rosafarbiges Blatt in die Hand und sagen mir, dass ein Haftbefehl gegen mich vorliegt und sie mich jetzt mitnehmen müssen.

Kaum habe ich mich angezogen werden mir auch schon Handschellen angelegt und ich werde abgeführt. Die beiden Beamten bringen mich erstmal zum Haftrichter, besser gesagt zu seiner Vertretung, da dieser im Urlaub ist und erst in einer Woche wieder kommt. Im Gericht angekommen fragt mich die Richterin zuerst nach einigen Personalien (Geburtsdatum etc.) und erklärt mir dann, dass sie den Haftbefehl nicht aufheben wird und ich auf den Richter warten muss, der ihn ausgestellt hat. Nun werde ich in die JVA Nürnberg gefahren.

Während der Autofahrt fragt mich einer von den beiden Beamten ob ich noch jemanden anrufen möchte. Ich sage ja und darf dann mit meinem Handy einen Telefonanruf während der Autofahrt machen.

In der JVA angekommen werde ich als erstes durchsucht und dann in eine Zugangszelle gesperrt. Ca. 30 Minuten später werde ich von einem Beamten in das Zugangszimmer geführt. Hier wird als erstes mein Geld, das ich dabei hatte, gezählt und sämtliche Sachen aufgeschrieben, die ich dabei hatte.

Danach sagt mir der eine Beamte, ich solle mich jetzt ausziehen und als erstes duschen, da ich erst wieder nächste Woche duschen darf. Wie befohlen ziehe ich mich aus (die mittlerweile 3 Beamten schauen zu!) und dusche mich ...

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