14-jährige Pflegetochter vergewaltigt?

Ein schwieriger Prozess der Wahrheitsfindung hat am Dienstag vor dem Würzburger Amtsgericht begonnen: Ein Handwerksmeister aus dem Raum Marktheidenfeld whert sich gegen den Vorwurf, vor vier Jahren eine 14-jährige Pflege-Tochter zum Geschlechtsverkehr gezwungen zu haben. Der 43-Jährige Familienvater muss sich wegen sexuellen Missbrauchs Schutzbefohlener und Vergewaltigung verantworten.

„Mein Mandant bestreitet diese Vorwürfe.“ Mit diesen Worten leitete Verteidiger Norman Jacob am Dienstag vor dem Jugendschutzgericht eine langwierige Beweisaufnahme ein, die auch am späten Nachmittag noch nicht beendet war. Grund für das Strafverfahren und eine dreiwöchige Untersuchungshaft im April 2007 sei einzig und allein die „sehr schlechte Ehe“ des Angeklagten: „Darin liegt der Hintergrund für die belastenden Aussagen.“ Dem 43-Jährige liegt zur Last, eine 14-jährige Schülerin, die zusammen mit ihrer älteren Schwester bei ihm und seiner Familie zur Pflege untergebracht war, Anfang Mai 2005 vergewaltigt zu haben.

Nach einer Feier bei Freunden soll der Handwerksmeister lange nach seiner Familie in den frühen Morgenstunden nach Hause gekommen sein und sich unbekleidet ins Zimmer des schlafenden Mädchens geschlichen haben. Um sechs Uhr morgens habe sie ihn dort erwischt, nur mit einer falsch herum angezogenen Unterhose bekleidet, gab die Ehefrau des Angeklagten vor Gericht zu Protokoll. Das Mädchen soll mit unmissverständlichen Worten eine Vergewaltigung geschildert haben.

Mit der Drohung von Schlägen soll der Angeklagte die damals 14-Jährige gefügig gemacht haben. Vor dem Jugendschöffengericht wurde das Mädchen unter Ausschluss von Öffentlichkeit und Presse befragt. Verteidiger Jacob und der Angeklagte behaupten, die Jugendliche habe die Tat unter dem Einfluss der Ehefrau des 43-Jährigen erfunden, um dem ehemaligen Pflegevater zu schaden.

Über 17 Jahre sind der Angeklagte und seine 42-jährige Frau verheiratet ...

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