Messer am Hals, Schusswaffe an der Schläfe

Dieses Erlebnis wird eine 43-jährige Frau nie wieder vergessen: Mit einem Messer am Hals und einer Schreckschusspistole an der Schläfe wollten zwei junge Männer ihr auf dem Parkplatz an den Posthallen ihr Auto rauben. Am Donnerstag wurde einer der beiden wegen versuchtem schweren Raub zu zwei Jahren und drei Monaten Jugendstrafe verurteilt.

„Ich wollte nur meinem Kumpel helfen“, sagt der 19-Jährige, der vor dem Jugendschöffengericht auf der Anklagebank sitzt. Der junge Mann hat eine stark ausgeprägte intellektuelle Minderbegabung und steht unter Betreuung. Zum Tatzeitpunkt der Tat wohnte er in Würzburg bei Freunden, nachdem er von einer Jugendhilfemaßnahme auf einem Pferdehof abgehauen war. „Wer es dort nicht schafft, der landet irgendwann im Gefängnis“, weiß Jugendrichter Peter Wohlfahrt. Der 19-Jährige ist für dafür das beste Beispiel. Fast alle Mitglieder der Clique, der er sich in Würzburg anschloss, sind oder waren schon einmal hinter Gittern.

Am Abend des 23. Juli 2007 war er mit einem Kumpel unterwegs. Der 20-Jährige sollte sich gestern auch vor Gericht verantworten. Doch als er kurz vor Prozessbeginn auftauchte, wurde er wegen weiterer Straftaten festgenommen. Sein Verfahren wurde abgetrennt, er sitzt demnächst in einem eigenen Prozess auf der Anklagebank ...

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