Ex-Richter probierte zuviel Wein: Unfall mit dem Fahrrad

Obwohl er darauf besteht, nichts Unrechtes getan zu haben, hat ein ehemaliger Amtsrichter nach einigem Hin und Her einen Strafbefehl wegen Trunkenheit im Verkehr akzeptiert. Der 66-jährige Pensionär hatte in angetrunkenem Zustand im Würzburger Hofgarten einen Unfall mit dem Fahrrad.

Unangenehm ist die Situation für einen ehemaligen Strafrichter auf jeden Fall. Der 66-Jährige besuchte am vergangenen Pfingstsonntag eine Weinprobe in der Orangerie und verkostete dabei ausführlich die angebotenen Reben-Erzeugnisse. Anschließend war er nicht mehr ganz sicher auf den Beinen: Mehr als ein Dutzend Winzer boten ihre Weine an, „davon habe ich leider Gebrauch gemacht. Die hohe Alkoholisierung war mir schon sehr peinlich“, sagte er am Rosenmontag als Angeklagter vor Gericht.

Dem Pensionär lag zur Last, trotz eines Blutalkoholwertes von knapp über zwei Promille auf sein Fahrrad gestiegen und durch den Residenzgarten geradelt zu sein. Deshalb erhielt er einen Strafbefehl über 1.000 Euro (20 Tagessätze von 50 Euro) Geldstrafe, gegen den er umgehend Einspruch einlegte.

„Ich bin mit dem Fahrrad nicht gefahren“, versicherte der Ex-Richter vor Gericht. Eine Zeugin erinnert sich freilich anders an den Vorfall: „Er fuhr sehr langsam und schlingerte, dann stürzte er vom Rad und blieb benommen liegen“, sagte die 28-jährige Weinbautechnikerin. Zusammen mit ihrem Chef half sie dem 66-Jährigen auf eine Ruhebank und rief einen Krankenwagen. Bis die Sanitäter kamen, hatte sich der Pensionär wieder von seinem Sturz erholt und wollte weg ...

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