VIP Medienfonds 4 GmbH & Co. KG: Commerzbank AG muss wegen falscher Anlageberatung an Anleger zahlen

Laesst ein Kunde sich von seiner Hausbank ueber verschiedene Anlagemodelle beraten und entscheidet er sich schließlich für eine bestimmte Anlage, so ist die Bank verpflichtet, ihn ueber die ihr zufließende Provision zu unterrichten. Das Landgericht München gab zwei Anlegern Recht, die u. a. gegen die Commerzbank AG geklagt hatten. Gegen den ersten Anleger verlor die Bank, weil sie ihn nicht über eine Provision in Höhe von 8 % der Beteiligungssumme aufgeklärt hatte. Sie war die Hausbank des Anlegers und hatte ihm zunächst verschiedene Anlagemodelle vorgestellt. Die Richter meinten, damit sei ein sogenannter Anlageberatungsvertrag zustande gekommen. Sie hätte deshalb dem Anleger mitteilen müssen, dass ihr eine Provision zusteht, wenn der Kunde die Anlage zeichnet. Nur wenn die Provision bekannt ist, kann der Kunde beurteilen, ob die Bank ihm die Anlage nicht nur aus Eigeninteresse empfiehlt. Hierzu hatte sich die Commerzbank AG in Schweigen gehüllt. Auch beim zweiten Anleger entkam die Bank ihrer Haftung nicht: Hier musste sie zwar nicht über die Provisionshöhe aufklären, da nach Ansicht des Gerichts keine Beratung, sondern �nur� eine Vermittlung vereinbart worden war. Bei einem Vermittler wisse der spätere Anleger aber, dass die Vermittlung nur gegen eine Provision erfolge ...Zum vollständigen Artikel


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