Frankfurter Flughafen - Imageschaden für die Mediation

Das Beteiligungsverfahren zum Ausbau des Frankfurter Flughafens in den Jahren 1998 bis 2000 führt zu einem erheblichen Imageschaden für die Mediation. Dies wird u.a. deutlich am aktuellen Leitartikel “Mediation zur Beruhigung” in der Frankfurter Rundschau. Für den Raunheimer Bürgermeister hat die Mediation nur noch den Charakter eines Wunschkatalogs. Der Redakteur Wolfgang Schubert schließt seinen Artikel mit folgenden Sätzen: “Die Mediation war eine Beruhigungspille für die Bewohner der Region. Sie ist ein weiteres Beispiel für die vielfach beklagte Politikverdrossenheit”. Wenn sich dieses Bild von Mediation in der Öffentlichkeit festsetzt, wäre dies mehr als tragisch und der Mediation nicht angemessen. Denn aus fachlicher Sicht handelte es sich beim praktizierten Verfahren um den Ausbau des Frankfurter Flughafens um keine Mediation!

Es gibt mehrere gute Gründe warum es sich um kein Mediationsverfahren handelte. Genannt seien hier nur die wichtigsten Aspekte.

Als “Mediatoren” agierten Prof. Kurt Oeser, Dr. Frank Niethammer und Prof. Klaus Hänsch. Es handelt sich um sehr respektable Persönlichkeiten, die sicher auch durch ihre persönliche Haltung viel zu fairen Verhandlungen beigetragen haben. Allerdings sei vermerkt, die Personen arbeiten nicht professionell als Mediatoren. Ihnen war die Arbeitsweise einer Mediation von solch einer Dimension völlig unbekannt.

Herr Oeser (ehemaliger Umweltbeauftragter der Evangelischen Kirche) und Herr Niethammer (damaliger Präsdident der IHK Frankfurt) galten von ihrer Funktion und ihren Überzeugungen zudem als Interessenvertreter. Die Tätigkeitsbezeichnung Mediator ist damit sehr zweifelhaft ...

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