Arbeitsrecht: Zusatzurlaub für Schwerbehinderte: Addition zum individuellen Urlaubsanspruch?

Schwerbehinderte haben bekanntlich einen Zusatzurlaub von fünf Arbeitstagen. Das Bundesarbeitsgericht hatte sich nun mit der praxisrelevanten Frage zu befassen, ob dieser Zusatzurlaub dem gesetzlichen Grundurlaub von 24 Arbeitstagen oder dem individuellen vereinbarten Urlaubsanspruch hinzuzuaddieren ist (24.10.2006 - 9 AZR 669/05 -).

Der Sachverhalt der Entscheidung:

Der schwerbehinderte Arbeitnehmer war als Krankenpfleger bei dem beklagten Arbeitgeber vom März 2003 bis zum 30. September 2004 beschäftigt. Im Jahre 2004 hatte er einen vertraglichen Urlaubsanspruch von 29 Arbeitstagen. Bis zu seinem Ausscheiden am 30. September 2004 hatte der Kläger für das Jahr 2004 keinen Urlaub erhalten.

Bei der Beendigung des Arbeitsverhältnisses galt der Arbeitgeber lediglich 28 Urlaubstage ab. Damit war der Arbeitnehmer nicht einverstanden und forderte seinen Arbeitgeber vergeblich auf, weitere sechs Urlaubstage abzugelten (1 Tag + 5 Tage Zusatzurlaub für Schwerbehinderte).

Mit seiner Klage hat er den Abgeltungs- bzw. Schadensersatzanspruch in Höhe von 506,28 € verfolgt.

Arbeitsgericht und Landesarbeitsgericht haben der Zahlungsklage stattgegeben.

Die Entscheidung des BAG:

Das Bundesarbeitsgericht hat in der Revision die Entscheidung der Vorinstanzen bestätigt.

I. Höhe des Urlaubsanspruchs

Die Parteien hatten individuell ab Vollendung des 40. Lebensjahres einen Urlaubsanspruch von 29 Arbeitstagen vereinbart ...

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