Wie übt man eine "richtig geile" Geiselnahme?

Mit dieser Frage befasst sich seit gestern das Münsteraner Landgericht in einem Umfangsverfahren wegen Körperverletzung gegen 18 frühere Bundeswehrausbilder einer Kaserne in Coesfeld. Ganz "euphorisch" seien die Rekruten gewesen, die an den in der Anklageschrift recht martialisch dargestellten Übungen teilnehmen durften, ließ sich der angeklagte Zugführer Martin D. laut rp-online gestern zur Sache ein. "Richtig geil" hätten einige der Teilnehmer den Nachtmarsch im Sommer 2004 gefunden, bei dem auch eine Geiselnahme simuliert worden sei. Die Coesfelder Truppe sei die "Vorzeige-Kompanie des Bataillons" gewesen, eine "fordernde und herausfordernde Ausbildung" sei angesagt gewesen. Für die Rekruten seien die umstrittenen Übungen ein "absolutes Highlight" und der "Ausbildungshöhepunkt" gewesen, fügte der Angeklagte noch hinzu, und er selbst habe "für die Bundeswehr gelebt". Auf die Idee, dass die Übung eine Straftat sein könnte, wäre er "im Leben nicht gekommen". Man wird sehen, ob das Gericht diese Auffassung teilt, denn bei den Übungen soll es zu strafrechtlich relevanten Exzessen gekommen sein, welche die Staatsanwaltschaft zweieinhalb Jahre lang beschäftigt haben ...Zum vollständigen Artikel

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