Patrick Helmes, Leverkusen und das Arbeitsrecht

Der Spieler Patrick Helmes, der vor einigen Wochen bei den Fans des 1. FC Köln in Ungnade gefallen ist, weil er seine Absicht verkündete zum Erzrivalen, dem Retortenverein Bayer 04 Leverkusen zu wechseln, trägt sich neuerdings wieder mit dem Gedanken, doch beim 1. FC Köln zu bleiben. Das ist aus sportlichen und ideellen Gründen natürlich bestens nachvollziehbar, denn letztlich sind fast alle Spieler, die den Weg von Müngersdorf aus auf die falsche Rheinseite (schäl Sick) gegangen sind, dort kläglich gescheitert.

Doch wie sieht es arbeitsrechtlich aus? Patrick Helmes hat schließlich bereits einen ab 01.07.2008 geltenden Arbeitsvertrag bei Bayer 04 Leverkusen unterschrieben. Diesem kommt allerdings verbandsrechtlich keine Wirksamkeit zu, denn die DFL (Deutsche Fußball Liga GmbH) teilte unlängst dazu mit:

Der am 29.01.2007 von Bayer 04 Leverkusen vorgelegte Arbeitsvertrag mit dem Spieler Helmes vom 26.01.2007 mit einer Laufzeit ab 01.07.2008 kann verbandsrechtlich keine Rechtswirkungen entfalten, da der Vertrag im Ergebnis gegen die Wertung des § 5 Nr. 1 Abs. 8 Satz 2 LOS verstößt. Den uns vorliegenden Arbeitsvertrag werden wir Bayer 04 Leverkusen zu unserer Entlastung zurücksenden.

Der 2008er Vertrag entfaltet verbandsrechtlich also keine Wirkung, reicht also nicht für die Erteilung einer Spielberechtigung durch die DFL.

Das ist aber nur die eine Seite der Medaille. Denn arbeitsrechtlich dürfte dieser Vertrag wirksam sein und den Spieler Helmes grundsätzlich dazu verpflichten, am 01.07.2008 seinen Dienst im Kölner Industrievorort anzutreten.

Dort liegt aber auch das Problem für den Werksclub: Bayer 04 Leverkusen ist nicht in der Lage, diesen Vertrag arbeitsrechtlich zu erfüllen ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK