Was für Masochisten

In die Köpfe anderer Menschen zu schauen ist schwer. Den Inhalt der Köpfe anderer Leute zu beweisen, ein Kunstwerk. Darum sind Insolvenzanfechtungen nach § 130 InsO eher was für Masochisten: Neben der objektiven Zahlungsunfähigkeit muss der Insolvenzverwalter beweisen, dass der Gegner damals die Zahlungsunfähigkeit kannte, oder zumindest Umstände, die zwingend auf die Zahlungsunfähigkeit schließen lassen.

Bequem für Gegner und Richter: Nach meiner Erfahrung hat es nicht einmal ausgereicht, wenn der Schuldner geschrieben hat, ich kann zur Zeit nicht alles zahlen und dann eine kleine Rate auf die fällige Forderung bezahlt hat. “Im Baugewerbe üblich” und daher nicht von rechtlicher Bedeutung, hat dazu das Landgericht Stuttgart einmal in einem Beschluss zur Abweisung einer Berufung geschrieben. *hmpf*

Gerade bin ich über einem im Jahr 2004 eröffneten Insolvenzverfahren und prüfe vor Verjährung nochmal die Akte auf Anfechtungen.

Habe jetzt aber doch noch ein paar 130-er Anfechtungen aufgegriffen ...

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