Auslandseinsätze: Bundeswehr unter Beschuß

Die einen benutzen scharfe Munition, die andere nicht weniger schmerzhafte rethorische Geschosse. Nach dem Knochenfundskandal in Afghanistan und dem Silvesterfeuerwerk der Israelischen Luftwaffe wankt das gesamte Konstrukt “Einsatzarmee” unter dem politischen und medialen Störfeuerwerk der letzten Tage.

Die Opposition im Bundestag hat es primär auf den Libanoneinsatz abgesehen: dieser ist nach einhelliger Meinung nun äußerst fraglich und sollte so schnell wie möglich beendet werden. Auch Koalitionspolitiker fallen in den Reigen der Zweifler mit ein. Nahrung für Mißtöne liefert insbesondere das wenig kooperative Verhalten der Israelis, die fortwährend die Friedenstruppen im Nahen Osten brüskieren, zuletzt durch Scheinangriffe gegen Hisbollah-Stellungen nahe Beirut. Zweites Sorgenkind ist die Mission im Kongo. Zwar endet dort das Mandat Ende November, nur ob dann wirklich Schluß ist oder sich der Afrikaausflug als ganz übele Falle für die eingesetzten Soldaten erweisen wird. Denn Mitte November soll das Wahlergebnis verkündet werden, das zumindest einer der kriegerischen Parteien nicht schmecken wird.

Minister Jung hat aber noch eine weitere Mission auf der Streichliste: nun soll auch der Bosnien-Einsatz beendet werden ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK