Web 2.0 à la Max

Das Hochglanz-Blatt "Max" aus dem Hause Burda, zuständig für den Edel-Boulevard, begreift die Foto-Plattform Flickr als ideales Jagdrevier zu eigenen Zwecken - und das auch noch schön billig. Seit diesem Sommer tritt das Blatt an die Mitglieder der Fotocommunity heran: "Mit der 'Flickr Max Magazine Group' suchen wir nach neuen Talenten, nach frischen Ideen, ausgefallenen, schönen, skurrilen und lustigen Bildern. Und jeden Monat präsentiert "Max" im Heft die Highlights dieser Group." Soll heißen, die User machen fleißig Fotos, die besten werden veröffentlicht. Eine feine Sache, mag mancher da denken, man wird bekannt und ein nettes Zubrot gibt es auch. Doch weit gefehlt. "Es gibt leider kein Honorar für das Bild - seht es als 'Competition' an", heißt es in den sogenannten Group Rules von "Max". Aber jeder Flickr-Fotograf werde namentlich genannt. Bisher hätten sich alle Beteiligten "sehr gefreut", schreiben die "Max"-Redakteure. Und natürlich gebe es auch ein Belegexemplar. Auch einzelne User werden angefragt, ob sie nicht Lust auf Veröffentlichung eines ihrer Bilder hätten, natürlich mit "ein paar Zeilen über das Bild", um der Redaktion auch gleich die schwierige Arbeit der Texterstellung abzunehmen. Auf gut deutsch: Das Hochglanzmagazin eines großen Verlagshauses, ein durchaus kommerzielles Produkt, bedient sich zum Nulltarif an den Arbeiten Dritter und speist sie mit einem Almosen ab ...
Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK