BGH: Kein Anspruch auf Schadensersatz nach Robodoc-Operation

Der BGH entschied mit Urteil vom heutigen Tage - VI ZR 323/04 - über die Klage einer Patientin, die den beklagten Arzt nach einer Implantation eines zementfreien Hüftgelenksendoprothese mittels eines computerunterstützten Fräsverfahrens, bekannter unter dem Stichwort Robodoc, wegen Schädigung eines Nerves auf Schadensersatz in Anspruch nimmt.

Wie auch das erstinstanzliche Landgericht Frankfurt am Main und das Berufungsgericht OLG Frankfurt am Main, wies der unter anderem für das Arzthaftunsgrecht zuständige VI. Zivilsenat die Klage der Patientin ab.

Interessant an dieser Entscheidung ist die Stellungnahme des Senats zu den Anforderungen an die Aufklärung des Patienten im Rahmen des Einsatzes von medizinischen Neulandverfahren. Im zu entscheidenen Fall war durch die Robodocoperation ein medizinsiches Neulandverfahren (im Jahre 1995) zum Einsatz gekommen. Es handelte sich um eine neue und noch nicht allgemein eingeführte Methode mit neuen, noch nicht abschließend geklärten Risiken.

Bei derartige Methoden ist der Patient nach Auffassung des VI. Senates auch darüber aufzuklären, dass unbekannte Risiken derzeit nicht auszuschließen sind ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK