Ein Tarifvertrag ist regelmäßig nur als Ganzes kündbar

Das Bundesarbeitsgericht hat mit seinem Urteil vom 03.05.2006 (gerichtliches Aktenzeichen: 4 AZR 795/05) entschieden, dass eine Teilkündigung eines Firmentarifvertrages unzulässig ist.

Der beklagte Arbeitgeber hatte im Jahre 1997 mit der IG Medien einen Firmentarifvertrag abgeschlossen. Nach der in § 1 des Tarifvertrages enthaltenen Verweisung finden in dem Betrieb des beklagten Arbeitgebers insgesamt 16 verschiedene Tarifverträge Anwendung. In den §§ 2, 3 des Firmentarifvertrages sind Regelungen über die Absenkung der tariflichen Jahresleistung 1997 und 1998 sowie die Verpflichtung des beklagten Arbeitgebers enthalten, in dieser Zeit keine betriebsbedingte Kündigungen auszusprechen. § 5 des Tarifvertrages lautet wie folgt: “Dieser Tarifvertrag gilt ab dem 1.April 1997. Er kann mit einer Frist von drei Monaten zum Ende eines Kalendervierteljahres gekündigt werden, erstmals zum 31.3.1999.”

Der beklagte Arbeitgeber kündigte im März 2003 den Firmentarifvertrag gegenüber ver.di (als Rechtsnachfolgerin der IG Meiden) nur “hinsichtlich des für den Bereich der kaufmännischen Angestellten in Zeitungsverlagen” geltenden Teils.

Von dieser Teilkündigung war auch der bei dem beklagten Arbeitgeber beschäftigte Kläger betroffen ...

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