Bachelor für typischen Juristenjob ungeeignet

Das Hamburger Verwaltungsgericht hat Urteil vom 30.08.2005 (AZ: 2 K 5689/04) entschieden, dass ein Bachelor-Abschluss keine Qualifikation für einen juristischen Beruf sei. Ein Student, dem das BaföG-Amt weitere BaföG-Zahlungen unter Hinweis auf seinen Abschluss als Bachelor versagte, hat gegen den Bescheid vor dem Verwaltungsgericht geklagt und Recht bekommen. Das BaföG-Amt muss dem Studenten weiter BaföG zahlen, da der

“von dem Kläger bereits im Herbst 2004 erlangte akademische Grad des LL.B. ist kein berufsqualifizierender Abschluss in diesem Sinne. Der LL.B., der an der Bucerius Law School studienbegleitend ohne eine gesonderte Abschlussprüfung erworben wird, befähigt den Auszubildenden nicht zur Aufna hme eines juristischen Berufs im klassischen Sinne. Vielmehr sind in Deutschland nach wie vor zwei juristische Staatsexamen Voraussetzung, um auf dem Berufsmarkt als Jurist eine Anstellung finden zu können. Dies schließt es nicht aus, dass im Einzelfall auch bereits nach erfolgreichem Bestehen des LL.B. eine Einstellung in der freien Wirtschaft möglich ist. Wie dem Schreiben der Bucerius Law School vom 6. April 2005 zu entnehmen ist, haben die Studierenden des Jahrgangs 2001 hiervon jedoch keinen Gebrauch gemacht. Vielmehr haben lediglich 3 von 200 Studierenden die Hochschule nach erfolgreichem Bestehen des LL.B ...
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