USA: Pentagon überlegt Wiederaufnahme der Produktion von Antipersonenminen

Die Bush-Regierung wolle die Produktion von Antipersonenminen wieder aufnehmen, berichtet Human Rights Watch. Die Entscheidung über die Wiederaufnahme der US-Produktion von Antipersonenminen soll im Dezember fallen, heißt es in dem neuen Bericht der Menschenrechtsorganisation. „Spider“ wäre die erste Antipersonenmine seit der Einstellung der Produktion in 1997. Außerdem hätte das Pentagon 1,3 Mrd. US-Dollar beantragt, um eine weitere Antipersonenmine, das sogenannte „Intelligent Munitions System“ (intelligentes Munitionssystem), zu entwickeln. Die Abstimmung über deren Produktion erwarte man für 2008. Diese Entwicklungen wären die Folge der Politik der Regierung Bush, meinte Human Rights Watch. Washington verkündete im Februar dieses Jahres, dass die USA dem Minenverbotsvertrag auch in Zukunft nicht beitreten würden. Die sogenannte Ottawa-Konvention von 1997 untersagt die Verwendung, Herstellung, den Verkauf sowie die Lagerung von Antipersonenminen. „Wir beginnen die bitteren Früchte von Bushs Landminenpolitik zu ernten“, erklärte Steve Goose, Leiter der Waffenabteilung von Human Rights Watch. „Es scheint, dass die USA sich auf dem besten Weg dazu befinden, die Herstellung von Antipersonenminen wieder aufzunehmen. Der Export und die Verwendung dieser grausamen Waffen kommen wahrscheinlich gleich danach.“ Die USA stellten 1992 den Export von Antipersonenminen ein. Zum Einsatz kamen sie zuletzt 1991 im Golfkrieg. Medienberichten zufolge begannen die USA im Mai dieses Jahres ein ferngesteuertes Landminensystem namens „Matrix“, das technisch auf „Spider“ basiert, in den Irak zu schaffen. Human Rights Watch befürchtet, dass durch den neuen amerikanischen Vorschlag, den Export von nicht-selbstzerstörenden Landminen zu verbieten, der Weg für die Ausfuhr von selbs...
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