REPETIERT

Je schlechter die eigene Position, desto besser sollte man vorbereitet sein. Zum Beispiel, wenn man die Klageerwiderung einschließlich Widerklage erst am Tag vor dem Gerichtstermin faxt. Nicht aus Faulheit, sondern aus bestimmten Gründen. Ein Gericht könnte da leicht fuchsig werden. Der Gegenanwalt ohnehin. Verspätung. Zurückweisung. Nichtberücksichtigung. Prozessverlust. Böse Worte. Aber welche, mit denen man rechnen muss. An sich ist die Lage klar. Ein Gericht kann Verteidigungs- und Angriffsmittel nur zurückweisen, wenn dadurch der Rechtsstreit verzögert wird. Eine Widerklage ist aber kein Angriffs- oder Verteidigungsmittel. Eine Klageerwiderung schon. Der Prozess würde also durch die spät eingereichte Widerklage verzögert. Über die muss das Gericht unbedingt entscheiden, weil sie kein Angriffs- oder Verteidigungsmittel ist, das unter die Verspätungsvorschrift fällt. Somit verzögert die Widerklage den Rechtsstreit. Die Verzögerung durch die verspätete Klageerwiderung ist deswegen nicht mehr ausschlaggebend; der Rechtsstreit dauert ja sowieso länger ...Zum vollständigen Artikel


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